In Anlagen zur Herstellung von Natronlauge mit Ionenaustauschmembranen wird Titan hauptsächlich in Ausrüstung und Rohrleitungen für die Sekundärreinigung von Salzlauge, die elektrolytische Entchlorung und die Behandlung von Restchlor verwendet.
(1) Titan darf nicht in trockenem Chlor verwendet werden. Titan reagiert heftig mit Chlorgas, selbst bei Temperaturen unter 0 °C, wobei Titantetrachlorid gebildet wird, das sich dann in Titandichlorid zersetzt, was zu Korrosion und Verbrennung führt. Um die zuverlässige Stabilität von Titan in Chlorgas zu gewährleisten, sollte der Wassergehalt im Chlorgas mindestens 0,5 % betragen.
(2) Im Allgemeinen leidet Titan nicht unter Lochfraß, interkristalliner Korrosion oder Spannungsrisskorrosion. Titan ist jedoch anfälliger für Spaltkorrosion, insbesondere in Spalten von etwa 0,5 mm Breite. Spaltkorrosion tritt häufig an den Verbindungen zwischen Wärmetauscherrohren und Rohrböden sowie an den Kontaktpunkten zwischen Titan und Nichtmetall-Dichtungen auf. Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass Spaltkorrosion in gesättigter Salzlauge bei Temperaturen über 120 °C auftritt. Die folgenden Maßnahmen können ergriffen werden, um Spaltkorrosion zu verhindern:
(3) Nachdem Titanausrüstung durch Eisen verunreinigt wurde, nimmt ihre Korrosionsbeständigkeit ab, und Wasserstoffaufnahme kann zu Versprödung führen. Je schwerwiegender die Eisenverunreinigung, desto mehr Wasserstoff absorbiert das Titan. Daher sollten bei der Verarbeitung, Wartung und Reparatur von Titanausrüstung Stahlwerkzeuge so weit wie möglich vermieden werden.
Es ist absehbar, dass Titanausrüstung mit der Entwicklung der Chloralkali-Industrie noch breitere Anwendungsperspektiven haben wird.